DCAPP-Veranstaltung im November 2018 in Heidelberg

China erlebt parallel zu seinem dynamischen gesellschaftlichen Wandel einen massiven Anstieg psychischer und psychosomatischer Störungen. Ziel der geplanten deutschlandweiten Fach-Alumniarbeit ist daher der gezielte Auf- und Ausbau eines deutsch-chinesischen Netzwerks und die Stärkung der China-Kompetenz auf dem Gebiet der Psychosomatischen Medizin und Psychotherapie in Klinik, Lehre, Forschung und Gesundheitswesen. Die Einbindung von deutschen Ärzten und Psychologen in die Entwicklung von deutsch-chinesischen Forschungsprojekten, der Entwicklung neuer Berufsfelder in China und dem Aufbau von Strukturen im chinesischen Gesundheitswesen (Umsetzung des Mental Health Law) wird durch das Alumni-Netzwerk unterstützt.

Vom 5. Bis 9. November veranstaltete das „Deutsch-Chinesische Alumninetzwerk in Psychosomatischer Medizin und Psychotherapie“ unter der Projektleitung von PD. Dr. med. Jonas Tesarz, Prof. Dr. med. Wolfgang Eich (beide Uniklinik Heidelberg) und Prof. Dr. med. Kurt Fritzsche (Uniklinik Freiburg) seine zweite Ausbildungswoche. Nachdem im Mai bereits ein Workshop zum Thema Angststörungen an der Tongji-Universtity in Shanghai stattgefunden hatte, war diese Veranstaltung zum Thema Somatoforme Störungen und Schmerz bereits die zweite Veranstaltung im Ausbildungsplan des auf drei Jahre laufenden BMBF-geförderten Projekts. In diesem Rahmen werden chinesische Experten aus dem Bereich der Psychiatrie und Psychologie gezielt in spezifischem Wissen innerhalb der Psychosomatischer Medizin und Psychotherapie sowie Forschungsmethoden ausgebildet, um zukünftig auf Führungspositionen innerhalb von Psychosomatischen Abteilungen an Universitätskliniken in China vorbereitet zu sein. Es fanden sich auch Frau Prof. Dr. med. Jing Wei (Professorin für klinische Psychiatrie und Neurologie, Leiterin des  Department of Psychological Medicine am Peking Union Medical College Hospital und Vize-Präsidentin der Chinese Psychiatrist Association) und Herr Prof. Dr. med. Xudong Zhao (Tongji-University Shanghai) ärztlicher Leiter des Pudong Mental Health Centers and des Department of Psychosomatic Medicine am Shanghai East Hospital der Tongji University) in Heidelberg ein, um die weitere Projektlaufzeit gemeinsam mit den deutschen Partnern zu planen. Neben den fachlichen Themen bot die Veranstaltung darüber hinaus die Gelegenheit, sich über die aktuellen gesellschaftlichen Entwicklung und deren Einfluss auf die seelische Gesundheit auszutauschen.

Wer sich für die Deutsch-Chinesische Zusammenarbeit in der Psychosomatischen Medizin und Psychotherapie interessiert, kann sich gerne in unserem Netzwerk anmelden. Bei zukünftigen Veranstaltungen erhält man somit eine frühzeitige Einladung. Bitte melden Sie sich unter: Jie.Hick@med.uni-heidelberg.de