Ist das subjektive Erleben von Schmerz kulturell bedingt? Diese Frage wurde intensiv im Rahmen des Aktionstages gegen den Schmerz am 4. Juni 2019 mit besonderem Blick auf China und Deutschland diskutiert.  In dem vom „Deutsch-Chinesisches Alumninetzwerk in der Psychosomatischen Medizin und Psychotherapie (DCAPP)“ veranstaltetem Forum „Schmerzerleben im interkulturellen Kontext: Ein Vergleich zwischen Deutschland und China“ an der Klinik für Allgemeine Innere Medizin und Psychosomatik des Universitätsklinikum Heidelberg  wurde gemeinsam mit den Teilnehmern die aktuelle wissenschaftliche Evidenz erörtert und kulturelle Besonderheiten thematisiert. Das Forum wurde vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert und  vom Heidelberg Alumni International (HAI) unterstützt. 38 deutsche und chinesische Wissenschaftler und Studierende unterschiedlicher Professionen (u.a. Ärzte, Psychologen, Sinologen, Ökonomen, Linguisten, Kulturwissenschaftler und Naturwissenschaftler) haben an der Veranstaltung teilgenommen.  Projektleiter PD. Dr. Jonas Tesarz hielt einen Vortrag über die wissenschaftlichen Grundlagen des Einflusses von kulturellen Faktoren auf das Schmerzempfinden. Anschließend  diskutierten die Teilnehmer rege über die kulturellen Besonderheiten, aber auch mögliche Vorurteile der beiden Länder. Die Diskussion wurde durch die Beteiligung der Teilnehmer mit unterschiedlichen beruflichen Hintergründen lebhaft und inhaltlich sehr vertieft. Das Forum fand großen Einklang bei den Teilnehmern und es wurde mehrfach der Wunsch nach weiteren ähnlichen Veranstaltungen geäußert. Diese Veranstaltung hat somit ein breites Publikum erreicht. Insbesondere wurde das Verständnis und Interesse der deutschen Teilnehmer für China weckt und das gegenseitige Verständnis und die Kommunikation gefördert.